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Bezahlung im Vorbereitungsdienst

Du stehst kurz vor deinem ersten Einsatz in der Schule - dem Referendariat - und fragst dich, wie viel Gehalt dir während der Zeit als Lehrer auf Probe verdienst? Und ob du von deiner Besoldung leben kannst?
Je nach Bundesland und nach Schulform (Grundschule, Realschule, Mittelschule, Gymnasium o.a.) verdienen Referendar:innen zwischen rund 1.100 und etwa 1.300 Euro brutto im Monat - ohne mögliche Zuschläge für Kinder und Verheiratete. Für mögliche finanzielle Rückerstattungen im Zuge des Lohnsteuerjahresausgleichs kann es hilfreich sein, von Anfang an sämtliche Belege für Unterrichtsmaterialien zu sammeln.
Die meisten Bundesländer beschäftigen ihre Lehrer und Lehrerinnen im Vorbereitungsdienst als „Beamte auf Widerruf“. Die Besoldung teilt sich in einen sogenannten Anwärtergrundbeitrag sowie im Beamtenrecht die üblichen Zulagen für Kinder und (in manchen Bundesländern) Ehepartner:innen. Die Anwärtergrundbeträge sind von dem Bundesland abhängig, indem du das Referendariat beginnst, sowie von der Besoldungsgruppe, dem das angestrebte Lehramt zugeordnet ist.
Auch die familienbedingten Zulagen sind von Land zu Land verschieden und beeinflussen, was eine Lehrer:in verdient.
Wie bei allen Beamten unterliegst du derselben sozialversicherungsrechtlichen Behandlung: Das bedeutet, dass du keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung abführen musst. Im Gegenzug musst du dir bewusst sein, dass du auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hast.
Dasselbe gilt auch als Lehrkraft für die Ansprüche in der Rentenversicherung: Du zahlst im Vorbereitungsdienst nichts in die Rentenversicherung ein. Wenn du nach dem Referendariat Beamter auf Lebenszeit wirst, zählt der Vorbereitungsdienst bereits in die spätere Versorgung mit. Falls du nach dem Referendariat aus dem Beamtenverhältnis ausscheidest, zahlt dein Dienstherr die Rentenversicherungsbeiträge nachträglich alleine ein.
Auch in der gesetzlichen Krankenversicherung bist du als Lehrer:in mit deinem Beruf nicht mehr pflichtversichert. Dafür hast du als Beamt:in Anspruch auf sogenannte „Beihilfe im Krankheitsfall“. Wer zuvor gesetzlich krankenversichert war, hat für kurze Zeit die Möglichkeit auch während des Vorbereitungsdienst in seiner Krankenkasse freiwillig zu verbleiben. Durch den attraktiven Anreiz, dass du „Beihilfe im Krankheitsfall“ beziehen kannst, lohnt es sich als Lehrkraft jedoch, sich zu einer privaten Krankenversicherung beraten zu lassen.
Antworten zur privaten Krankenversicherung haben wir hier in den FAQ für dich zusammengefasst. Für eine persönliche Beratung zur privaten Krankenversicherung vereinbare gerne eine Termin mit unseren Versicherungsexpert:innen.
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Bezahlung von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst

Deine Besoldung im Vorbereitungsdienst hängt von zwei wesentlichen Faktoren ab: in welchem Bundesland du dein Referendariat absolvierst und auf welcher Schulart du unterrichtest.
Beispielsweise in Bayern fällst du als Referendar:in in Grund- und Mittelschule in die Besoldungsstufe A12 und erhältst 1.524,46 Euro brutto. In Real- und Förderschule steigst du mit A13 ein und verdienst 1.556,70 Euro brutto. Und Gymnasien und berufsbildende Schulen stufen dich auf A13Z ein und vergüten dich im Referendariat mit 1.592,06 Euro brutto (Stand April 2021).
Hier lohnt es sich wirklich die Besoldungstabelle für Referendar:innen genau zu studieren und auf Aktualität zu prüfen.

Und wie gehts es nach dem Referendariat weiter?

Vielleicht hast du Glück und wirst im Anschluss an dein Referendariat direkt verbeamtet. Als verbeamtete Lehrer:in kannst du als Einstiegsgehalt mit einem Verdienst zwischen 3.487 Euro bis 3.929 Euro brutto im Monat rechnen. In jedem Bundesland werden Lehrer:innen jedoch anders bezahlt, weshalb du dir vorher überlegen solltest, in welchem Bundesland du unterrichten möchtest. Neben dem Bundesland hängt dein Gehalt und deine Besoldung auch von Schulform, Verbeamtung, Berufserfahrung und Familienstand ab. Mit einem Lehramtsstudium fürs Gymnasium hast du das höchste Gehalt.
Für angestellte Lehrer:innen schaut das Gehalt nochmal anders aus. In der Regel ist das Bruttogehalt von Beamt:innen ähnlich hoch wie das der Angestellten. Weil die Beamten aber keine Renten-, Pflege- oder Arbeitslosenversicherung bezahlen, sind die Abzüge verbeamteter Lehrer und Lehrerinnen geringer als bei Angestellten.
Was heißt das beispielweise für eine verbeamtete Lehrer:in in Baden-Württemberg? Als Grundschullehrer:in steigst du mit einem Verdienst (Besoldungsgruppe A12) von 3.863 Euro brutto ein, dein Gehalt steigt während deiner Zeit im Beruf kontinuierlich an. Nach 26 Jahren als Grundschullehrer:in steigt das Lehrer-Gehalt auf 5.026 Euro brutto an (auch hier können natürlich Familienstand und Kinder einen Unterschied im Gehalt ausmachen).
Am Besten du wirfst einen Blick in die aktuelle Besoldungstabelle , um dein Gehalt herauszufinden und welche Zuschläge du möglicherweise erhältst. Dafür wählst du dein Bundesland aus und deine Besoldungsgruppe.
**** Angaben trotz sorgfältiger Recherche ohne Gewähr! ******
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