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Wie erstellst du deinen Stundenplan fürs Lehramtsstudium?

Jedes Semester muss er wieder erstellt werden - dein Stundenplan im Lehramtsstudium. Denn leider bekommst du den nicht fertig geliefert, sondern musst ihn dir individuell zusammenbauen.
Dabei musst du einiges beachten, die Prüfungsordnung für die Module, die du studieren musst und natürlich das Vorlesungsverzeichnis für das aktuelle Semester. Und das natürlich für jedes deiner Studienfächer.
Gerade wenn du am Anfang deines Studiums stehst, lohnt es sich an den Einführungsveranstaltungen der Studiengänge, Fachschaften oder Lehrerverbände teilzunehmen. Denn hier wird dir erklärt, wie der Studienaufbau abläuft, und du bekommst Hilfe bei der Gestaltung deines Stundenplans. Zudem bekommst du so von erfahreneren Studierenden Tipps und Kniffe für eine gute und sinnvolle Zusammenstellung deiner Vorlesungen. Wenn du dann deinen Stundenplan erstellst, geht es viel einfacher von der Hand.

Welche Module gibt es?

Welche Veranstaltung du wann wo und wie belegen musst, steht in deinem Modulkatalog. Den findest du auf der Seite deiner Uni, und zwar für jedes Fach und Erziehungswissenschaften in jeder Schulart.
In dem Modulkatalog findest du alle wichtigen Infos:
  • Modulnummer, Prüfungsnummer - die sind wichtig für die Prüfungsanmeldung
  • ECTS - die Anzahl der Punkte die du für die Veranstaltung bekommst
  • SWS - So viele Semesterwochenstunden dauert die Veranstaltung
  • Workload - So viele Stunden brauchst du im Semester, um dem Arbeitsaufwand der Veranstaltung gerecht zu werden. Pro ECTS Punkt sind das im Durchschnitt ca. 25-30 Stunden im Semester.
  • BM/VM - BM bedeutet Basismodul. Die solltest du unbedingt zuerst belegen, denn die VM sind die Vertiefungsmodule, die inhaltlich auf den BM aufbauen.
  • Leistungsnachweis - Ob Klausur, Hausarbeit, Referat, Portfolio oder reine Anwesenheit, hier siehst du, was du für das Modul am Ende des Semester geleistet haben musst. Hier ist außerdem ergänzt, ob es sich um eine SL = Studienleistung handelt, dann zählt die Note der Veranstaltung NICHT in deine Abschlussnote, oder eine PL = Prüfungsleistung, dann zählt die Note mit in die Endnote.
  • Inhalt - Worum geht es in der Veranstaltung überhaupt?
  • Verantwortliche:r - Bei jeder Veranstaltung stehen auch die Verantwortlichen mit Kontaktdaten dabei.
  • Ganz am Ende findest du oft einen Modulverlaufsplan. Hier kannst du sehen, in welchem Semester du welche Veranstaltung belegen musst oder solltest. Manchmal gibt es eine solche Übersicht auch unabhängig von den Modulkatalogen.
Mit dem Modulkatalog kannst du dir so einen ersten Überblick darüber machen, welche Veranstaltungen wichtig sind. Auf Basis dessen kannst du dann aussuchen, welche Veranstaltungen du in dem Semester belegen möchtest!

Welche Veranstaltung wann belegen?

Hast du die Modulkataloge durchgeschaut, ist jetzt die Frage, welche der Veranstaltungen es wird.
Da es leider immer sein kann, dass du in eine Veranstaltung nicht rein kommst, solltest du immer flexibel planen und mehrere Optionen im Blick behalten.
Generell gilt: Du musst nicht gleichmäßig viele Veranstaltungen aus allen Fächern belegen - das klappt oft auch gar nicht. Es kann also sein, dass ein Semester sehr viele Veranstaltungen von einem Fach A und kaum Veranstaltungen von Fach B beinhaltet.
Was du aber beachten solltest: In manchen Bundesländern mit Staatsexamen kannst du das Examen in Erziehungswissenschaften vorziehen! Da lohnt es sich, früh viele EWS Veranstaltungen zu belegen, um die Examensprüfungen entzerren zu können.
Zu Studienbeginn ist es auch ratsam, dass du dich informierst, welche Veranstaltungen Voraussetzung für die Praktika sind. Die solltest du nicht zu spät belegen, damit du auf jeden Fall in die Praktika starten kannst.
Ein anderer Tipp ist es, bei der Wahl der Veranstaltungen auf die Form des Leistungsnachweises zu schauen: 10 Klausuren oder 7 Hausarbeiten sind ein Haufen Arbeit! Schaue besser, dass du ein gutes Verhältnis von Klausuren und Hausarbeiten hast, damit du dir die Lernzeit und Arbeit gut auf das Semester aufteilen kannst.
Um bei den ganzen Punkten den Überblick zu behalten, kannst du dir parallel zur Stundenplanerstellung eine Liste anlegen. Auf der kannst du vermerken zu welchem Fach/Modul die Veranstaltung gehört, wie viele ECTS es gibt und wie der Leistungsnachweis ist. So weißt du immer, wie viele Klausuren, Hausarbeiten oder Referate bei deiner bisherigen Planung auf dich zukommen.

Wie viele ECTS im Semester?

Neben der Frage, welche Kurse du in einem Semester belegen möchtest bzw. solltest, steht auch immer die Frage, wie viele Kurse es dann in einem Semester sein sollten.
Je nach Bundesland musst du unterschiedlich viele Leistungspunkte (ECTS oder auch CP) in deinem Studium absolvieren.
Es gibt allerdings eine grobe Faustregel, nach der du dich richten kannst: Mit ca. 30 ECTS pro Semester kannst du dein Studium in Regelstudienzeit absolvieren.
Hierbei müssen es nicht immer ganz genau 30 ECTS sein, denn es hängt auch immer etwas von den ECTS der Veranstaltungen ab, die du belegst.
Für alle die, die das Studium mit einem Staatsexamen abschließen, gibt es aber eine Tücke an der Faustregel: Die Vorbereitung auf das Staatsexamen ist nicht mit in die Regelstudienzeit eingeplant! Das bedeutet, dass du dich parallel zu einem ganz normalen Semester auf das 1. Staatsexamen vorbereiten musst.
Hier kannst du entweder jedes Semester ein paar ECTS vorziehen, sodass du auf ca. 35 ECTS pro Semester kommst. Alternativ kannst du auch länger als die Regelstudienzeit studieren. Dabei musst du allerdings im Kopf behalten, dass es Bafög nur während der Regelstudienzeit gibt und manche Bundesländer einen zusätzlichen Freiversuch haben. Das heißt, dass du einen Versuch mehr für die Examensprüfungen hast, wenn du es in Regelstudienzeit schreibst.

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