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Tipps für Aufbau und Visualisierung deiner Präsentation

In deinem Studium wirst du immer wieder einmal eine Präsentation oder einen Vortrag halten müssen. Dabei solltest du darauf achten, deine Präsentation ansprechend und interessant zu gestalten - das ist nicht nur für eine gute Note wichtig, sondern freut auch deine Zuhörer:innen.
In unserem Artikel zu Tipps zum Präsentieren haben wir dir Methoden und Stilmittel vorgestellt, die du einsetzen kannst, um deinen Vortrag spannend zu präsentieren. In diesem Artikel wollen wir dir Tipps geben, wie du die Präsentation an sich aufbauen kannst, um deine Zuhörer:innen einen (be-) merkenswerten Vortrag zu geben.

Vorbereitung deiner Präsentation

Je besser du deine Präsentation vorbereitest, umso mehr Einfluss nimmst du darauf, wie erfolgreich dein Vortrag werden wird.
Bevor du also an die (Aus-)Gestaltung deiner Präsentation gehst, solltest du für dich selber die folgenden Fragen beantworten:
  • Wie lautet das konkrete Thema der Präsentation?
    Das heißt welche Inhalte oder Fragestellung willst / sollst du präsentieren?
  • Was ist das Ziel deiner Präsentation? Was möchtest du mit deiner Präsentation erreichen?
    Sollst du eventuell nur ein Thema der Vorlesung vortragen, oder geht es darum einen Diskurs anzustoßen, oder eine Fragestellung herauszuarbeiten?
  • Wer genau sind deine Zuhörer:innen?
    Sind es nur Kommiliton:innen, wie viele sind es, wie stark werden Fragen von ihnen eine Rolle für deine Präsentation spielen?
  • Gibt es einen Transferauftrag?
    Das heißt, sollen deine Zuhörer:innen während der Präsentation einen neuen Einblick gewinnen oder Ableitungen aus deinem fachlichen Vortrag treffen?
  • Wo präsentierst du?
    Wie sind die organisatorischen und logistischen Voraussetzungen für deine Präsentation: wie viel Zeit hast du, wie groß ist der Raum, wo stehst du als Redner:in, wie ist der Raum ausgestattet (Technik, Medien, Steckdosen, etc.), muss der Raum vorbereitet werden, …?
  • Mit welchen Visualisierungen kannst du deine Argumente und Beispiele unterstützen? Gibt es neben einem Beamer andere Medien (Flipchart, Metaplanwand, Lautsprecher, …)?

Aufbau und Ablauf deiner Präsentation

Wenn Thema und Fragestellung für dich klar sind, geht es daran deine Präsentation aufzubauen.
Im groben sollte sie immer aus vier Teilen bestehen:
  • 1. Einleitung / Zündender Einstieg
    In der Einleitung nimmst du Kontakt mit deinen Zuhöhrer:innen auf und stellst dein Thema vor. Sie sollte kurz und gut verständlich sein. Nutze wenn möglich ein passendes Zitat, einen Zeitungsausschnitt, eine Karikatur oder ein kurzes Video als motivierenden Einstieg.
  • 2. Hauptteil (Überblick + bildhafte Darstellung deiner Inhalte)
    Im Hauptteil erläuterst du deine Inhalte unter Beachtung von didaktischen und methodischen Gesichtspunkten. Neben der Vermittlung deiner Inhalte solltest du auch immer wieder versuchen, deine Zuhörer:innen durch Fragen einzubinden.
  • 3. pointierter Schluss / Fazit
    Zum Abschluss fasst du nochmal deine wichtigsten Themen und Thesen zusammen und stellst deine Hauptaussagen heraus. Je nach dem, leitest du dann in die Diskussionsrunde über.
Nach dem Fazit komme in der Regel noch dein Literatur- und Abbildungsverzeichnis. Diese werden meist aber nicht in der Agenda / deiner Gliederung aufgelistet.

Gliederung deiner Präsentation

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Es gibt verschiedene Arten, deine Präsentation oder deinen Vortrag zu gliedern. 4 davon möchten wir dir hier in aller Kürze vorstellen:
  • 1. Meinungsrede
  • Diese besteht aus fünf Schritten:
  • 1. Motivation (Warum sprichst du?)
  • 2. Soll-Zustand (Was sollte sein?)
  • 3. Ist-Zustand (Wie ist es jetzt?)
  • 4. Argumentation (Wir könnte man vorgehen?)
  • 5. Appell (Was ist zu tun?)
  • 2. Informative Kurzrede
  • Hierfür beantwortest du in deinem Vortrag fünf Fragen:
  • 1. Was?
  • 2. Wie?
  • 3. Warum?
  • 4. Wozu?
  • 5. Wohin?
  • 3. AIDA-Formel
  • Die AIDA-Formel steht für vier Redeschritte:
  • 1. Aufmerksamkeit (wecken)
  • 2. Interesse (wecken)
  • 3. Desire (Wünsche wecken/darstellen)
  • 4. Aktion (Aufforderung zum Handeln)
  • 4. Überzeugungsrede
  • Die Verhandlungsregel will überzeugen, dafür verwendest du:
  • 1. Motivation und Hörer:innenbezug
  • 2. Einführung ins Thema und Einschränkungen
  • 3. Argumente und Gegenargumente / Beweise und Widerlegungen
  • 4. Verstärkungen und Appelle
  • 5. Zusammenfassung des Ziels in einem Satz

Visualisierung, oder: wie präsentierst du dein Thema?

Denke bei der Recherche und Vorbereitung deiner Präsentation schon daran, wie du die Informationen visualisieren kannst.
Setze dabei auf unterschiedliche Methoden und Medien, denn:
  • die Abwechslung reduziert die Langeweile und erhöht die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer:innen
  • die Ansprache von verschiedenen Sinneskanälen sorgt dafür, dass die Informationen besser verankert werden
Aber Achtung: die Methoden und Medien sollten wirklich einen Zweck erfüllen und nicht nur eingesetzt werden, damit du viel Wechsel hast. Wähle sie so aus, dass sie sachlich sinnvoll sind und auch pädagogisch deiner Zielgruppe angemessen sind.
Am geläufigsten ist und bleibt die PowerPoint-Präsentation mittels Beamer. Es gibt darüber hinaus weitere Möglichkeiten, die sich je nach Thema und Art deines Vortrags vielleicht besser anbieten, oder deine PowerPoint ergänzen und somit eine Abwechslung für deine Zuhörer:innen sein können:

Tipps zur Gestaltung von PowerPoint-Präsentationen

PowerPoint ist nach wie vor DAS Standard-Präsentationsprogramm mit dem du Text, Bild, Ton und auch Videos schnell und einfach darstellen und vorstellen kannst. Du musst aber darauf achten, dass die Präsentation nicht langweilig oder monoton wird, gleichzeitig solltest du aber auch nicht zu viele Effekte einsetzen.
10 Tipps für deine nächste PowerPoint-Präsentation:
  • 1. Gestalte deine Folien übersichtlich und einfach - ansprechende Motive lenken die Aufmerksamkeit auf deine Präsentation. Ergänze diese durch kurze Texte (idealerweise mit maximal 160 Zeichen).
  • 2. Überfrachte die Folien nicht mit Informationen, Animationen oder Bildern. Ein „zuviel“ lenkt von deiner eigentlichen Botschaft und deinem Vortrag ab.
  • 3. Pro Seite sollten maximal 7 Informationen / Punkte aufgeführt werden. Streiche unnötige Grafiken und kürze deine Texte. Die Ausführungen kommen dann auf der Tonspur.
  • 4. Vermeide lange Fließtexte, denn sie lenken deine Zuhöhrer:innen von dem ab, was du sagst / verleiten dazu, zu Lesen, statt zuzuhören. Eine Infografik, ein Piktorgramm oder ein sprechendes Bild helfen, deine Informationen anschaulich darzustellen.
  • 5. Deine Präsentation muss lesbar sein - wähle die Schriftgröße passend für Raum- und Gruppengröße. Stell zudem sicher, dass alle Texte und Objekte aneinander ausgerichtet sind.
  • 6. Achte auf eine wohldosierte Folienzahl, die auch zu deinen Inhalten passt.
  • 7. Eine Präsentation ist nur mit guter Moderation durch dich auch wirklich wirkungsvoll.
  • 8. Deine Folien und dein Vortragsstil sollten abwechslungsreich sein, um Aufmerksamkeit und Kurzweiligkeit zu fördern.
  • 9. Kenne und beherrsche deine Präsentation.
  • 10. Eine Präsentation ist kein betreutes Vorlesen - lies die Inhalte nicht einfach ab.
Pro-Tipps:
  • Verwende visuelle Formen, die von deinen Zuhörer:innen intuitiv verstanden werden. So wird es einfacher, komplexe Ideen zu erklären.
  • Bei komplexen Folien hilft es oft, die Inhalte schrittweise einzublenden.
  • Achte darauf, dass deine Farbwahl einheitlich und nicht zu hell ist (sonst können deine Kommiliton:innen deinen Text nicht lesen)
  • Für die Präsentation einer Folie solltest du zwischen 60 Sekunden und 3 Minuten brauchen.
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Tipps zur Gestaltung von Präsentationen mit dem Flipchart

Auf einem Flipchart kannst du dich nicht nur bei der Darstellung deines Themas künstlerisch austoben, sondern auch während deiner Präsentation noch Ergänzungen vornehmen, ein Brainstorming machen, Mindmaps erstellen und insgesamt deine Zuhörer:innen stärker in deinen Vortrag einbinden.
Du musst wiederum aber noch stärker auf Übersicht und Struktur achten. Zudem ist bei großen Gruppen oder Räumen die Lesbarkeit stark eingeschränkt.
Der Einsatz von Flipcharts eignet sich am Besten für diese Art von Inhalten:
  • Begrüßung
  • Inhaltsverzeichnis
  • Roter Faden durch deinen Vortrag
  • feststehende Inhalte oder Kernaussagen, auf die du immer wieder eingehst
  • Fragenspeicher / Mitschreiben von Fragen deiner Zuhörer für die spätere Beantwortung
8 zusätzliche Tipps, wenn du bei deiner Präsentation ein Flipchart nutzen willst, damit diese übersichtlich und gut lesbar für dein Publikum sind:
  • 1. Male einen Rahmen auf jede Flipchartseite
  • 2. Setze immer zwei Schriftgrößen ein (nur eine oder mehr als zwei wirken unruhig / wenig übersichtlich)
  • 3. Jede Flipseite sollte eine Überschrift haben
  • 4. Nutze Bilder und Symbole um Ideen zu verdeutlichen
  • 5. Hebe die wichtigsten Punkte farblich hervor (Achtung: nicht mehr als 3 pro Blatt)
  • 6. Setze Groß- und Kleinbuchstaben ein
  • 7. Schreibe Text nicht aus, sondern verwende Stichworte
  • 8. Schreibe in Druckbuchstaben
Pro-Tipp: Falls du eine Fragerunde planst, oder während deines Vortrags „spontan“ ein Flipchart befüllen möchtest, bereite hierfür schon alles so gut es geht vor. Du kannst hierfür beispielsweise auch mit Metaplankarten bestimmte Inhalte einer Seite erstmal „überkleben“ und diese dann passend zu deinem Vortrag abnehmen.

Tipps zur Gestaltung von Präsentationen mit einer Metaplanwand

Eine Metaplanwand insbesondere dann geeignet (ggf. auch ergänzend zur PowerPoint), wenn du eine Diskussion anregen und dokumentieren möchtest. Achte dabei aber darauf Struktur und Übersicht nicht zu verlieren und lesbar zu schreiben. Zudem sind Metaplankarten leider nicht günstig.
Aber auch für bestimmte Teile deiner Präsentation kannst du darauf zurückgreifen wenn du auf die folgenden Punkte achtest:
  • Nutze bewusst Symbole
  • setze unterschiedliche Kartenformen und -farben ein um zu betonen und zu strukturieren
  • Cluster einsetzen um hervorzuheben
  • pro Karte nur eine Aussage aufschreiben
  • weniger Text - mehr Bilder sorgt für Übersichtlichkeit
  • maximal drei Zeilen pro Karte
  • nur in Stichworten schreiben

Beispiele um Aufmerksamkeit zu erzeugen oder zu steigern

Es gibt verschiedene Stilmittel, mit denen du die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer:innen steigern kannst. Zudem sorgen sie natürlich auch dafür, dass du in der Darstellung deines Themas kompetenter wirkst.
Baue sie bewusst in deine Präsentation ein und nutze sie auch beim Präsentieren selber .
    1. Orientierung geben durch:
  • Wegweiser zum Einstieg
    Beispielsweise eine Gliederungsfolie oder der Einstieg „Heute möchte ich drei Fragen beantworten“
  • Übergänge zum nächsten Punkt / deiner nächsten Folie
    Beispielsweise „Soweit meine Gedanken zur ersten Fragestellung, kommen wir nun …“
    2. Bezüge herstellen durch:
  • Beispiele mit Praxisbezug
    Zum Beispiel zum Lehrberuf (das Kind, das durch Zwischenrufe immer den Unterricht stört).
  • Brücken / Bezüge zu bereits Bekanntem
    Beispielsweise Inhalte eines vorherigen Vortrags, Tutoriums oder einer Vorlesung.
  • Lebensgeschichte deiner Zuhörer:innen
    Beispielsweise die Frage, ob sie sich noch an ihr erstes Smartphone erinnern.
  • Highlights hervorheben
    Hebe wichtige Punkte durch markante Beispiele, oder eine besonders gestaltete Folie hervor und weise auch auf der Tonspur auf sie hin: „Dieser Aspekt ist besonders wichtig.“
  • (Bekannte) Personen als Bezugspunkt
    Statt über den Erfolg von Tesla, über die Erfolgsgeschichte von Elon Musk sprechen.
    3. Aufmerksamkeit erhöhen durch:
  • Fragen um Interaktion zu erzeugen
    Beispielsweise mit rhetorischen Fragen „Überlegt bitte kurz …“
  • Ungewöhnliche Aspekte oder Fakten
    Beispielsweise unerwartete oder außergewöhnliche Punkten oder Inhalten die Aufmerksamkeit erregen.
  • Vergleiche die Perspektivenwechsel möglich machen.
    Beispielsweise der Vergleich zwischen Alleinerziehenden und gemeinsam lebenden Eltern, oder zwischen Einzelkindern und Kindern mit Geschwistern
    4. Kompetenz zeigen durch:
  • ZDF-Ansatz verwenden
    Nutze Zahlen - Daten - Fakten um dein Fachwissen zu präsentieren / zu belegen

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