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Als (angehende) Lehrkraft im Ausland arbeiten oder studieren?

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Auslandssemester? Praktikum oder Überbrückungsjahr an einer Schule im Ausland, bis deine Ref-/Planstelle verfügbar ist? Sabbatical im Ausland als „Auszeit von deiner Planstelle?
Es gibt viele Gründe, warum du als (angehende) Lehrkraft im Ausland unterwegs bist - egal warum, du solltest dich immer gut darauf vorbereiten.
Idealerweise fängst du ca. 1 bis 1,5 Jahre vor deinem Auslandsaufenthalt mit der Planung an.

Checkliste für die Vorbereitung

Als kleine Hilfestellung für die Vorbereitung hier unsere Checkliste:
  • Allein oder Programm:
    Überlege dir, ob du deinen Auslandsaufenthalt alleine planen willst, oder ob es Programme gibt, die dir die Planung vereinfachen können.
  • Fristen und Voraussetzungen:
    Ob allein oder mit einem Programm, schau auf jeden Fall, welche Fristen (Bewerbung, Visum, …) es, gibt, die du einhalten musst. Sammle zudem alle Unterlagen zusammen, die du für die Bewerbung brauchst (Sprachnachweise, beglaubigte und evtl. übersetzte Zeugnisse, …).
  • Kosten und Finanzierung:
    Wie willst du deinen Auslandsaufenthalt finanzieren? Gibt es Stipendien, Kooperationspartner oder sonstige Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung?
  • Impfungen:
    Vor deinem Urlaub solltest du zudem prüfen, ob für dein geplantes Reiseland Impfungen vorgeschrieben oder empfohlen sind. Informiere dich dann bei deinem Hausarzt oder einem Tropenarzt, ob noch genug Zeit ist die Impfungen durchzuführen.
  • Visum:
    Wenn du im Ausland arbeitest (teils auch fürs studieren), brauchst du ein Arbeitsvisum, beziehungsweise reicht das normale Touristenvisum nicht aus. Die meisten Länder stellen auf ihren Botschafts-Webseiten die Voraussetzungen, Fristen und Kosten für Arbeits-/Studentenvisa bereit.
  • Flug buchen:
    Je dichter dein Abflugtermin rückt, umso teurer werden die Flüge. Buche rechtzeitig deinen Flug (dein Bahnticket), um Geld zu sparen. Diverse Online-Portale machen den Flugvergleich mittlerweile sehr einfach. Aber auch das Reisebüro deines Vertrauens hat vielleicht ein echtes Schnäppchen für dich.
  • Kulturschock:
    Informiere dich rechtzeitig über die kulturellen Besonderheiten deines Ziellandes. Welche Do’s und Don’ts gibt es? Welche Fettnäpfchen solltest du vermeiden? Welche Verhaltensweisen könnten dir sonderbar vorkommen? Für eigentlich jedes Land finden sich hierzu Reiseberichte und Blogs.
  • ISIC:
    Falls du im Ausland studierst, besorg dir schon vorab den Internationalen Studentenausweis (ISIC). Mit ihm erhältst du auch im Ausland auf viele Rabatte und Vergünstigungen.
  • Unterkunft:
    Versuch so früh wie möglich deine Unterkunft zu organisieren. Am Anfang reicht vielleicht ein Ho(s)tel, AirBnB oder das Bett bei Verwandten oder Freund:innen, aber nach ein paar Wochen brauchst du doch deine eigenen vier Wände. Hier einfach mal über Blogs oder Reiseberichte schauen, wo und wie andere in deinem Wunschland die Unterkunft organsiert haben, beziehungsweise was vertrauensvolle Wohnungsseiten sind.
  • Ankunft und Weg zu Unterkunft:
    formier dich rechtzeitig, wie du vom Flughafen/Bahnhof zu deiner Unterkunft kommst. Taxi, Bus oder zu Fuß? Gibt es Online-Fahrpläne für den öffentlichen Nahverkehr? Am besten druckst du dir deinen Plan / die Fahrzeiten auch nochmal aus. Wer weiß ob dein Handy vor Ort direkt funktioniert.
  • Sim-Karte und Datenvolumen:
    Im europäischen Ausland wird dein Handy ganz normal mit deiner deutschen Sim-Karte funktionieren. Wenn du ansonsten nicht nur auf Wlan angewiesen sein willst, informier dich rechtzeitig, welche Telefonanbieter es in deinem Wunschland gibt und wie hoch die Gebühren für Telefon, Internet, SMS und co ausfallen. Gerade am Anfang wirst du nämlich viel suchen müssen und brauchst dafür eine stabile Internetverbindung.
  • Reiseapotheke:
    Packe dir deine Reiseapotheke mit allen wichtigen Medikamenten und Unterlagen.
  • Absichern:
    Informier dich rechtzeitig, welche Absicherung du für deine Reise brauchst - lies hierfür auch unseren Artikel Absichern auf Reisen.
  • Auslandskrankenversicherung bei kurzfristigen Aufenthalten:
    Die Versicherung der Versicherungskammer Bayern beinhaltet einen Krankenrücktransport, es gibt sie als Einmal- oder Dauerpolice.
  • Bei Auslandsreisen ab zwei Monaten lohnt sich eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung. Gerade in sogenannten Hochpreisländern wie Singapur, China, England, Schweiz, Hongkong und den USA – beliebte Ziele für Freiwillige – können die Behandlungskosten extrem teuer sein.
  • Auch eine private Unfallversicherung bietet sich an. Sie zahlt Krankenhaus- und Unfalltagegeld.
  • Und – selbstverständlich – eine Haftpflichtversicherung bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
  • Arbeitest du im Ausland (zum Beispiel als Volunteer), brauchst du zudem meist ein Gesundheitszeugnis, außerdem sollte dein Reisepass noch eine Laufzeit von mindestens sechs Monaten haben.
Wenn du Fragen dazu hast, oder eine der Versicherungen abschließen möchtest, kannst du dir jederzeit einen Online-Termin mit Expert:innen sichern.

Abschließende Tipps für deinen (Arbeits-) Aufenthalt im Ausland

Solltest du daran denken einige Zeit als Freiwillige:r oder Lehrer:in im Ausland zu arbeiten, bietet es sich an, dies über eine etablierte Organisation zu tun.
Für Volunteering-Arbeiten sind beispielsweise diese Fachvermittlungen vertrauenswürdig und jahrelang erprobt: www.weltwaerts.de, www.projects-abroad.de, www.afs.de/freiwilligendienste, www.ef.de, www.kulturweit.de.
Für die Arbeit als Lehrer:in an Schulen im Ausland gibt es folgende Möglichkeiten und Informationsseiten:
  • Unterrichten an Deutschen Auslandsschulen (die Bewerbung erfolgt über die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen)
  • Informationsseite der Kultusministerkonferenz zu deutschen Auslandsschulen
  • Weltverband Deutscher Auslandsschulen (Vertritt die Interessen aller Auslandsschulen, die Mitglied im WDA sind)
  • Verband deutscher Lehrer im Ausland (bietet Beratung und Unterstützung für seine Mitglieder)
  • Informationsseite der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zum Auslandsschulwesen
  • Aber egal welche Organisation du wählst, schau dir immer diese Punkte genau an:
  • Guter Service: Teilnehmer werden vor und während des Aufenthaltes betreut und haben einen festen Ansprechpartner. Unter Umständen – wenn man sich zum Beispiel nicht wohlfühlt – kann man das Projekt wechseln oder den Aufenthalt abbrechen.
  • Die Transparenz der Kosten: Volunteering ist kein Arbeitsverhältnis im sozialrechtlichen Sinn. Die Fachvermittlungen zahlen keine Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Du musst jedoch unterschiedlich hohe Mitgliedsbeiträge aufbringen (für die Organisation der Reise, die Verpflegung und die Unterkunft).
  • Bei der Freiwilligenarbeit verdienst du vor Ort meist nichts, es gibt aber Fördermöglichkeiten: verschiedene Stipendien, BAföG, staatlich geförderte Freiwilligendienste (z. B. Europäischer Freiwilligendienst oder weltwärts) oder Unterstützung vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Du hast Fragen oder möchtest uns persönlich sprechen?

Interessiert dich, wie du dich am Besten für deine Reise(n) absichern kannst? Dann vereinbare ein persönliches Gespräch mit unseren Expert:innen oder schreib uns an MeinLehramt@vkb.de.

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